München hat im langjährigen Mittel 1991–2020 unter den zwölf hier verglichenen Städten die meisten Sonnenstunden: rund 1.831 Stunden pro Jahr. Dahinter folgen Freiburg mit etwa 1.825 und Stuttgart mit etwa 1.796 Stunden. Berlin, als Vergleichswert, kommt auf etwa 1.749 Stunden, also rund 80 Stunden weniger als München.

Welche deutsche Stadt hat die meisten Sonnenstunden?

Die Sonnenscheindauer wird als Mittelwert über einen festen Zeitraum angegeben. Die Daten stammen aus der Auswertung für 1991–2020 (Berliner Zeitung, 2025).

RangStadtMittel 1991–2020 (Stunden/Jahr)Abstand zu München (Stunden)
1München1.8310
2Freiburg1.8256
3Stuttgart1.79635

Die ersten drei Städte liegen damit innerhalb von rund 35 Stunden. Der Abstand zu Berlin ist mit rund 80 Stunden deutlich größer; das entspricht etwa 4 Prozent des Münchner Werts.

Ein Einzeljahr kann vom Mittel stark abweichen. Der Deutsche Wetterdienst meldet für 2025 deutschlandweit über 1.945 Sonnenscheinstunden, rund 26 % mehr als das Klimamittel 1961–1990 mit 1.544 Stunden. Die Werte sind vorläufig, und das Jahr brach keinen Rekord (ZDFheute (DWD-Bilanz), 2025).

Welche deutsche Stadt hat die meisten Sonnenstunden?

Sonnenstunden pro Jahr im Städtevergleich

Im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 liegt München mit rund 1.831 Sonnenstunden pro Jahr vorn, Kassel mit 1.533 Stunden am Ende der Liste. Die Differenz beträgt rund 298 Stunden.

RangStadtSonnenstunden pro Jahr (Mittel 1991–2020)Abstand zu Kassel (Stunden)
1Münchenrund 1.831298
2Freiburg1.825292
3Stuttgart1.796263
4Rostock1.778245
5Berlinrund 1.749216
6Leipzig1.713180
7Kiel1.672139
8Hamburg1.61986
9Bremen1.59966
10Köln1.58047
11Dortmund1.54916
12Kassel1.5330

Die zwölf Städte liegen über einen Bereich von knapp 300 Stunden verteilt. Die Spitzengruppe aus München, Freiburg und Stuttgart trennen jeweils nur 6 bis 35 Stunden. Zwischen Stuttgart (1.796) und Rostock (1.778) liegen 18 Stunden, zwischen Berlin (rund 1.749) und Leipzig (1.713) 36 Stunden. Der größte Abstand zwischen zwei benachbarten Rängen liegt zwischen Kiel und Hamburg mit 53 Stunden, gefolgt von Leipzig und Kiel mit 41 Stunden. Weiter unten liegen Hamburg und Bremen 20 Stunden, Bremen und Köln 19 Stunden, Köln und Dortmund 31 Stunden sowie Dortmund und Kassel 16 Stunden auseinander.

Die Werte stammen aus der Auswertung der Berliner Zeitung (2025). Die Abstände in der letzten Spalte sind eine Rechnung aus den Mittelwerten, keine eigenständige Messung.

Warum weichen Stationswerte von Stadtwerten ab?

Ein Sonnenscheinwert gilt für den Punkt, an dem das Messgerät steht, nicht automatisch für das gesamte Stadtgebiet. Wer Städte nach Stationswerten vergleicht, sollte deshalb zuerst prüfen, welche Messstelle den Wert liefert und wo sie liegt.

Standort der Station ist der erste Faktor. Eine Station am Stadtrand oder im Umland steht oft auf freierer Fläche als eine Station im dicht bebauten Zentrum. Gebäude, Baumreihen und Dachaufbauten können die Direktsonne verschatten. Ob das im Einzelfall zutrifft, zeigt nur die Standortbeschreibung der jeweiligen Messstelle.

Höhen- und Hanglage wirken ebenfalls. Eine Station auf einer Anhöhe oder an einem Hang kann anders besonnt werden als eine Station in einer Senke, in der sich Dunst leichter hält. Der Effekt ist messbar, lässt sich aber ohne Stationsdaten nicht in Stunden beziffern.

Für den Vergleich heißt das: Eine Rangliste zeigt die Messlage, nicht zwingend das Klima der ganzen Stadt. Im Zeitraum 2020–2025 führen folgende Stationen die Liste an:

StationSonnenscheindauer 2020–2025 (Stunden pro Jahr)
Kaufbeuren-Oberbeurenca. 2.183
Stuttgart-Echterdingen2.174
Mühlacker2.166
Berlin-Dahlemca. 1.995

Die drei Spitzenstationen liegen dicht beieinander. Bei so geringen Abständen sollte die Reihenfolge nicht überbewertet werden.

Vor jedem Vergleich sollten drei Angaben pro Stadt notiert werden: Name der Messstation, Zeitraum des Mittelwerts und Lage der Station (Zentrum, Stadtrand oder Umland, Höhe). Erst wenn diese Angaben übereinstimmen, sind die Zahlen direkt vergleichbar.

Wie sonnig war 2025 im Vergleich zum Klimamittel?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet für 2025 bundesweit über 1.945 Sonnenscheinstunden. Gegenüber dem Klimamittel 1961–1990 von 1.544 Stunden entspricht das rund 26 Prozent mehr, also gut 400 zusätzliche Stunden.

GrößeWert
Sonnenscheinstunden 2025 (bundesweit)über 1.945 h
Klimamittel 1961–19901.544 h
Abweichungrund 26 % über dem Klimamittel

Das Jahr gehört zu den sonnigsten seit Beginn der Messungen, erreicht aber keinen Rekordwert. Korrekt ist daher die Formulierung „unter den sonnigsten Jahren“. „Sonnigstes Jahr“ wäre dagegen falsch.

Methode für den Vergleich: Ein Jahreswert wird mit dem Klimamittel verglichen, indem man die Differenz bildet und durch das Mittel teilt: (Jahreswert − Klimamittel) ÷ Klimamittel × 100. Für 2025 ergibt das rund 26 Prozent. Dieselbe Rechnung lässt sich für jede Messreihe anwenden, sofern Jahreswert und Vergleichsmittel aus demselben Messnetz stammen und dieselbe Messgröße (Sonnenscheindauer in Stunden) beschreiben.

Wie sonnig war 2025 im Vergleich zum Klimamittel?

Süden gegen Norden und Osten gegen Westen

Die Sonnenscheindauer folgt in Deutschland einem klaren Nord-Süd-Gefälle. Im Mittel 1991–2020 liegen die süddeutschen Städte an der Spitze: München mit etwa 1.831 Stunden, Freiburg mit 1.825 und Stuttgart mit 1.796. Alle drei liegen über 1.790 Stunden pro Jahr und bilden damit den oberen Block des Vergleichs.

Zwischen Süden und Norden ist der Abstand deutlich. Kiel kommt auf 1.672 Stunden, Hamburg auf 1.619 und Bremen auf 1.599. Gegenüber München sind das bei Kiel rund 159 Stunden weniger, bei Bremen 232. Kiel, Hamburg und Bremen liegen klar unter dem süddeutschen Niveau. Rostock ist mit 1.778 Stunden eine Ausnahme unter den Küstenstädten und liegt nur 53 Stunden hinter München.

Beim Ost-West-Vergleich zeigt sich ein weniger eindeutiges Muster. Die ostdeutschen Städte bewegen sich überwiegend im Mittelfeld:

RegionStadtSonnenstunden pro Jahr (Mittel 1991–2020)
OstenRostock1.778
OstenBerlin1.749
OstenLeipzig1.713
WestenKöln1.580
WestenDortmund1.549

Die beiden hier der Region Westen zugeordneten Städte Köln und Dortmund liegen am unteren Ende der Skala. Die ebenfalls westdeutschen Städte Freiburg und Stuttgart gehören dagegen zur Spitzengruppe, ein einheitliches Ost-West-Gefälle ergibt sich daraus nicht. Dortmund liegt rund 276 Stunden unter Freiburg, Köln rund 245 Stunden unter Freiburg.

Die Muster sind großräumig. Innerhalb einer Region gibt es Abweichungen, und die Einzelwerte hängen vom Messstandort ab.

Was bedeuten Sonnenstunden für den Wohnort?

Die Sonnenstunden eines Jahres sind ein Ausgangspunkt, keine Entscheidung. Für die Wohnortwahl zählt, wie viel Sonne zusammen mit Niederschlag und Temperatur ankommt und ob sie in den Monaten scheint, in denen man den Alltag draußen verbringt.

Sonnenstunden nur zusammen mit Niederschlag und Temperatur bewerten

Viele Sonnenstunden bei hohem Niederschlag ergeben ein anderes Wohngefühl als dieselbe Summe bei wenig Regen. Dasselbe gilt für die Temperatur: Sonne bei milder Witterung wird anders erlebt als Sonne bei Kälte. Praktisch heißt das, für jeden Kandidaten drei Werte aus derselben Quelle nebeneinanderzulegen: Sonnenscheindauer, Niederschlagssumme und Temperatur. Erst dieser Vergleich zeigt, ob eine hohe Sonnenzahl tatsächlich nutzbar ist.

Winterhalbjahr: Wo die Sonne im Alltag fehlt

Eine Jahressumme sagt nichts darüber, wie sich die Sonne über die Monate verteilt. Im Winterhalbjahr ist die Sonnenscheindauer in der Regel gering, und genau dort weicht das tägliche Erleben am stärksten vom Jahresmittel ab. Wer etwa Homeoffice mit Tageslicht am Arbeitsplatz verbindet oder viel Zeit im Freien verbringt, sollte deshalb die Monatswerte prüfen und nicht nur die Jahressumme.

Stationsdaten des DWD vor dem Umzug gezielt prüfen

Die veröffentlichten Werte stammen von Stationen, nicht von Stadtgebieten. Die Rangliste 2020–2025 nennt etwa Kaufbeuren-Oberbeuren (ca. 2.183 h/Jahr) oder Stuttgart-Echterdingen (2.174 h). Vor einer Entscheidung sollten Sie daher:

  • prüfen, welche Station den Wert liefert und wie nah sie am späteren Wohnort liegt,
  • Niederschlag und Temperatur von derselben Station heranziehen.
ZeitraumAngabe aus der DatenbasisAussagekraft für die Wohnortwahl
1961–1990Klimamittel 1.544 hHistorischer Referenzwert für Vergleiche
1991–2020Mittelwerte je Ort (Berliner Zeitung)Gängige aktuelle Vergleichsbasis
2020–2025Stationsrangliste (Berliner Zeitung)Kurzer Zeitraum, Einzelstationen
2025über 1.945 h, vorläufig (DWD via ZDFheute)Einzeljahr, nur als Ergänzung

Häufig gestellte Fragen

Welche Stadt hat im langjährigen Mittel die meisten Sonnenstunden?

Von den zwölf verglichenen Städten erreicht München im Mittel 1991–2020 mit 1.831 Stunden den höchsten Wert, knapp vor Freiburg (1.825) und Stuttgart (1.796). Für Orte außerhalb dieser Auswahl ist damit keine Rangfolge belegt.

Ist 2025 ein besonders sonniges Jahr gewesen?

Für 2025 liegt eine vorläufige Bilanz mit über 1.945 Sonnenstunden vor, rund 26 % mehr als das Klimamittel 1961–1990 von 1.544 Stunden. Das Jahr zählt zu den sonnigsten seit Beginn der Messungen, übertrifft aber keinen Rekordwert.

Wie aussagekräftig ist die Reihenfolge, wenn die Städte nah beieinanderliegen?

Zwischen München und Freiburg liegen nur 6 Stunden, bei kleinen Abständen sagt der Listenplatz also wenig über einen spürbaren Unterschied. Der größte Abstand zwischen zwei benachbarten Rängen beträgt 53 Stunden, zwischen Kiel (1.672) und Hamburg (1.619), und fällt deutlich stärker ins Gewicht.