Der meteorologische Winter umfasst in Deutschland die Monate Dezember bis Februar. Im Winter 2024/25 lag die deutschlandweite Durchschnittstemperatur laut vorläufiger Winterbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bei 2,1 °C. Das sind 1,9 °C mehr als der Referenzwert 1961–1990. Dieses Deutschlandmittel dient als Ausgangspunkt für alle regionalen Vergleiche in diesem Artikel.

Wie kalt sind deutsche Winter wirklich?

Datenquelle und Zeitraum

Die Angaben stammen aus der vorläufigen DWD-Winterbilanz, die ZDFheute zitiert. Der Zusatz „vorläufig“ kennzeichnet einen Zwischenstand. Die Werte sind deshalb als aktueller Richtwert zu lesen und nicht als abschließende Auswertung.

Deutschlandmittel 2024/25

KennzahlWert
Durchschnittstemperatur Winter 2024/252,1 °C
Abweichung zum Referenzwert 1961–1990+1,9 °C
Milder Winter in Folge14.

Historische Einordnung

Der kälteste Winter seit 1881 war 1962/63 mit −5,5 °C im Deutschlandmittel. Die Quelle ist Statista mit Daten des DWD, veröffentlicht am 8. Februar 2021.

WinterDeutschlandmittel
1962/63−5,5 °C
1940−5,0 °C
1984/85−2,5 °C

Regionale Unterschiede 2024/25

Im Winter 2024/25 war Bremen mit 3,6 °C das wärmste Bundesland. Schleswig-Holstein folgte mit 3,4 °C und Hamburg mit 3,3 °C. Bayern war mit 0,9 °C das kälteste Bundesland.

BundeslandDurchschnittstemperatur
Bremen3,6 °C
Schleswig-Holstein3,4 °C
Hamburg3,3 °C
Bayern0,9 °C

Wie kalt sind deutsche Winter wirklich?

Welche Bundesländer sind im Winter am wärmsten?

Im Winter 2024/25 (Dezember bis Februar) war Bremen mit 3,6 °C das wärmste Bundesland. Es folgten Schleswig-Holstein mit 3,4 °C und Hamburg mit 3,3 °C. Am kältesten war Bayern mit 0,9 °C. Die Werte beziehen sich auf Bundesländer, nicht auf einzelne Stadtkerne.

BundeslandMitteltemperatur Winter 2024/25Einordnung
Bremen3,6 °Cwärmstes Bundesland
Schleswig-Holstein3,4 °Czweitwärmstes Bundesland
Hamburg3,3 °Cdrittwärmstes Bundesland
Bayern0,9 °Ckältestes Bundesland

Stadtstaaten und ihr Umland

Hamburg und Bremen sind Stadtstaaten. Ihr Landesgebiet umfasst wenig Umland außerhalb der Stadt, deshalb ist ihr Landeswert stärker vom städtischen Klima geprägt als bei Flächenländern wie Bayern. Die Länderwerte zeigen allerdings nicht, wie stark sich das Stadtzentrum vom Umland unterscheidet, weil sie beides mitteln.

Wärmeinseleffekt: Stadtkern gegenüber Umland messen

Der Wärmeinseleffekt beschreibt, dass Stadtzentren durch Bebauung, versiegelte Flächen und Verkehr wärmer sind als das umliegende Land. Die DWD-Winterbilanz nennt dafür keine Zahl. Um die Differenz selbst zu ermitteln, geht man so vor:

  1. Zwei Messstationen auswählen: eine im Stadtzentrum und eine im Umland in ähnlicher Höhenlage.
  2. Denselben Zeitraum verwenden, zum Beispiel Dezember bis Februar.
  3. Für jede Station den Mittelwert der Tagestemperaturen bilden.
  4. Die Differenz der beiden Mittelwerte berechnen. Ein positiver Wert zeigt, dass der Stadtkern wärmer war.
  5. Zusätzlich nur Nachtwerte auswerten, weil der Effekt bei Windstille und klarem Himmel meist deutlicher auftritt.

Ohne Stationsdaten aus Stadt und Umland lässt sich der Wärmeinseleffekt nicht aus Länderdurchschnitten ablesen.

Welche Regionen bleiben im Winter am kältesten?

Im Winter 2024/25 (Dezember bis Februar) war Bayern mit 0,9 °C das kälteste Bundesland. Der deutschlandweite Durchschnitt lag bei 2,1 °C.

Bayern als kältestes Bundesland

Bayern lag damit 1,2 °C unter dem Deutschlandmittel. Die drei wärmsten Länder waren Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Zwischen Bremen und Bayern liegen 2,7 °C.

RegionMitteltemperatur Winter 2024/25Einordnung
Bremen3,6 °Cwärmstes Bundesland
Schleswig-Holstein3,4 °Czweitwärmstes Bundesland
Hamburg3,3 °Cdrittwärmstes Bundesland
Deutschland (Mittel)2,1 °CBundesweiter Durchschnitt
Bayern0,9 °Ckältestes Bundesland

Warum Höhenlage den Unterschied macht

Die Angaben beziehen sich auf Landesmittel. Sie sagen nichts darüber aus, wie kalt einzelne Teilregionen sind. Die vorliegende Datengrundlage enthält keine Einzelwerte für das Alpenvorland, die Voralpen oder das Donautal. Deshalb lässt sich der Vergleich dieser Räume hier nicht mit Zahlen belegen.

Fest steht die Richtung: Mit zunehmender Höhenlage wird die Wintertemperatur in der Regel niedriger. Hochgelegene Lagen gehören daher zu den kältesten Lagen innerhalb Bayerns. Tiefer gelegene Talräume wie das Donautal liegen darunter. Ein Landesmittel von 0,9 °C fasst diese Unterschiede in einem einzigen Wert zusammen. Es mischt also kalte Gebirgs- und Voralpenlagen mit milderen Tieflagen.

Landesmittel richtig einordnen

Wer zwei Orte vergleicht, sollte in zwei Schritten vorgehen:

  • Zuerst die Höhe über dem Meeresspiegel beider Orte notieren.
  • Dann die Winterdaten der jeweils nächsten DWD-Station abrufen, nicht die Werte des Bundeslands.

Rheintal, Küste, Mittelgebirge im Vergleich

Im Winter 2024/25 (Dezember bis Februar) lag die deutschlandweite Durchschnittstemperatur bei 2,1 °C. Die norddeutschen Küstenländer lagen darüber: Küstenklima zeigt sich in den Landesmitteln deutlich.

BundeslandWinter 2024/25Einordnung
Bremen3,6 °Cwärmstes Bundesland
Schleswig-Holstein3,4 °CKüstenland, Platz 2
Hamburg3,3 °CStadtstaat an der Elbe, Platz 3
Bayern0,9 °Ckältestes Bundesland

Schleswig-Holstein liegt mit 3,4 °C knapp unter Bremen und deutlich über Bayern. Die Differenz zwischen Schleswig-Holstein und Bayern beträgt im Landesmittel 2,5 Grad, zwischen Bremen und Bayern 2,7 Grad.

Für den Oberrheingraben liefert die Datenbasis keinen eigenen Wert. Die Region wird daher hier qualitativ eingeordnet: Als tief gelegene Binnenlage ohne direkten Meereseinfluss gilt sie im Vergleich zu höheren Lagen als wärmer. Ein Zahlenvergleich mit der Küste ist mit den vorliegenden Daten nicht möglich.

Bei den Mittelgebirgen gilt das Prinzip der Höhenlage: Mit zunehmender Meereshöhe sinkt die Temperatur, und Kaltluft sammelt sich in Senken und Tälern. Gegenüber dem Tiefland fallen Mittelgebirgslagen im Winter daher meist kälter aus. Der niedrige Wert von Bayern (0,9 °C) ist ein Landesmittel und umfasst auch höher gelegene Regionen; die Aufschlüsselung nach Höhenstufen fehlt in der Datengrundlage.

Für einen fairen Vergleich zwischen zwei Orten ist vor allem wichtig:

  • Städte in ähnlicher Höhenlage gegenüberstellen, also Tiefland mit Tiefland.

Rheintal, Küste, Mittelgebirge im Vergleich

Wie hat sich der Winter in Deutschland verändert?

Die Auswertung der Wintertemperaturen reicht bis 1881 zurück. Im Winter 2024/25 (Dezember bis Februar) lag die deutschlandweite Durchschnittstemperatur bei 2,1 °C. Das sind 1,9 °C mehr als der Referenzwert 1961–1990. Es war der 14. milde Winter in Folge.

Die Milde-Serie

Die Milde-Serie beschreibt eine ununterbrochene Reihe von Wintern, deren Mitteltemperatur über dem langjährigen Vergleichswert liegt. Mit 14 Wintern in Folge bis 2024/25 zeigt diese Serie, dass milde Winter zuletzt wiederholt auftraten.

Für Standortvergleiche gilt: Die Abweichung von 1,9 °C bezieht sich auf die Referenzwert 1961–1990-Basis. Wer Wintertemperaturen aus anderen Quellen gegenüberstellt, muss prüfen, welche Vergleichsperiode dort verwendet wird, sonst entstehen unterschiedliche Abweichungen für denselben Winter.

Extremwinter als Gegenpol

Die Extremwinter zeigen, wie stark sich die Bandbreite verschoben hat. Die kältesten Winter seit 1881 im Deutschlandmittel:

WinterDeutschlandmittelEinordnung
1962/63−5,5 °Ckältester Winter seit 1881
1940−5,0 °Czweitkältester Winter
1984/85−2,5 °Cdrittkältester Winter
2024/25+2,1 °C14. milder Winter in Folge

Zwischen dem kältesten Winter 1962/63 und 2024/25 liegt eine Differenz von 7,6 Grad (2,1 minus −5,5). Die Extremwinter liegen damit weit zurück: Bis zum Winter 2024/25 gab es 14 milde Winter in Folge. Der Winter 2025/26 war laut vorläufiger DWD-Bilanz bereits der 15. in Folge.

Regionale Unterschiede im Winter 2024/25

Die Werte nach Bundesland zeigen, wie unterschiedlich die Temperaturen im Winter 2024/25 ausfielen (Abweichungen zum Referenzwert je Bundesland liegen nicht vor):

  • Bremen: 3,6 °C (wärmstes Bundesland)
  • Schleswig-Holstein: 3,4 °C
  • Hamburg: 3,3 °C
  • Bayern: 0,9 °C (kältestes Bundesland)

Die Spanne zwischen Bremen und Bayern beträgt 2,7 Grad. Die Bundesland-Mittel zeigen, dass Norddeutschland im Winter 2024/25 deutlich milder war als der Süden.

Was bedeutet das Winterklima für die Wohnortwahl?

Das Winterklima ist ein Kriterium unter mehreren. Eine einzelne Durchschnittstemperatur sagt wenig über den Alltag im Wohnort aus. Sie sollte mit Immobilienpreisen, Erreichbarkeit und Pendelwegen kombiniert werden.

Winterwerte richtig gewichten

Die Durchschnittstemperatur einer Region ist der Ausgangspunkt, nicht das Ergebnis. Im Winter 2024/25 lag der Deutschlandmittelwert bei 2,1 °C, 1,9 °C über dem Referenzwert 1961–1990. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern waren deutlich:

BundeslandØ Temperatur Winter 2024/25 (Dez.–Feb.)
Bremen3,6 °C
Schleswig-Holstein3,4 °C
Hamburg3,3 °C
Bayern0,9 °C

Zum Vergleich: Der kälteste Winter seit 1881 war 1962/63 mit −5,5 °C im Deutschlandmittel, gefolgt von 1940 mit −5,0 °C und 1984/85 mit −2,5 °C. Der Winter 2024/25 war der 14. milde Winter in Folge.

Für den Alltag zählen zwei Größen stärker als der Mittelwert: die Frosttage, also die Häufigkeit von Frost, und die Sonnenstunden im Winter. Beide sind in dieser Faktenbasis nicht mit Zahlen belegt.

Winterklima mit Immobilienpreisen je Gemeinde kombinieren

Praktisch bewährt sich folgende Reihenfolge:

  • Preisniveau je Gemeinde aus öffentlich verfügbaren Kaufpreisdaten des jeweiligen Bundeslands ermitteln, getrennt für Wohnungen und Häuser.
  • Winterwerte der nächstgelegenen Messstation der jeweiligen Gemeinde zuordnen.
  • Gemeinden mit ähnlichem Preisniveau direkt gegenüberstellen und nur dann nach Winterwerten sortieren.

Erreichbarkeit und Pendelwege bei Schnee berücksichtigen

Ein milder Winter im Bundesland-Mittel bedeutet nicht automatisch wenige Schneetage vor Ort. Deshalb sollte der Pendelweg unter Winterbedingungen geprüft werden:

  • Fahrzeit zur Arbeitsstelle mit dem Auto und mit dem öffentlichen Nahverkehr getrennt ermitteln.
  • Prüfen, ob die Zufahrt zur Gemeinde über Hauptstraßen mit Winterdienst führt oder über Nebenstrecken.
  • Abhängigkeit von Bahn- oder Bushalten bewerten: Ein Ausfall auf einer einzigen Linie wirkt bei Schnee stärker.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Wert dient als Vergleichsbasis für die Bundesländer?

Die Bundesländer werden am Deutschlandmittel gemessen, das für den Winter 2024/25 (Dezember bis Februar) bei 2,1 °C lag. Die Abweichung zum Referenzwert 1961–1990 betrug +1,9 °C, und dieser Stand ist vorläufig.

Warum vergleicht der Artikel Bundesländer statt Städte?

Die vorliegenden Daten des DWD-Winterberichts sind nur Bundesland-Mittel, Stadtwerte sind in der Quellenlage nicht enthalten. Deshalb lässt sich aus den Angaben kein Städteranking ableiten.

Wie groß ist der Temperaturabstand zwischen Norden und Süden?

Im Winter 2024/25 lag Bremen mit 3,6 °C um 2,7 Grad über Bayern (0,9 °C). Schleswig-Holstein (3,4 °C) liegt 2,5 Grad über Bayern, wobei es sich um eine Temperaturdifferenz der Landesmittel handelt und nicht um Werte einzelner Lagen.