Wie viele Grundschulen gibt es in Deutschland?
| Aspekt | Stand laut Datenbasis |
|---|---|
| Grundschulen bundesweit | 15.531 im Schuljahr 2023/2024 |
| Quelle | Statista-Aufbereitung von Destatis-Daten |
Gesamtzahl im Schuljahr 2023/2024
Die Anzahl der Grundschulen wird für das gesamte Bundesgebiet ausgewiesen. Der Wert gilt für das Schuljahr 2023/2024. Schulen können in einem Zeitraum geschlossen, zusammengelegt oder neu gegründet werden, deshalb verändert sich die Summe von Jahr zu Jahr. Wer die Zahl verwendet, sollte daher immer das Schuljahr dazu nennen.
Entwicklung der Schulzahl
Die Statista-Aufbereitung nennt für die letzten Jahre insgesamt einen Rückgang, beziffert ihn aber nicht. Neuere Schuljahre können bei Destatis bereits vorliegen und sollten geprüft werden. Es fehlen Vorjahreswerte und Prozentangaben, daher lässt sich das Ausmaß aus diesen Angaben nicht beziffern. Für einen belastbaren Trend braucht es Zeitreihen des Statistischen Bundesamts, die nach Schuljahr und Bundesland geführt werden. Die Gesamtsumme aus denselben Tabellen über mehrere Schuljahre zu übernehmen, hält die Zählweise konsistent.
Statista-Aufbereitung einordnen
Statista bereitet Daten des Statistischen Bundesamts auf, ist selbst aber keine Primärquelle. Für die Einordnung eignet sich folgende Reihenfolge:
- Schuljahr notieren (2023/2024).
- Den Statista-Wert als Sekundärangabe kennzeichnen.
- Die bundesweite Gesamtsumme in der Schulstatistik des Statistischen Bundesamts nachprüfen.
- Bei Abweichungen die Originaltabelle als maßgeblich verwenden.

Grundschulen nach Bundesländern im Vergleich
Die Schulstatistik des Statistischen Bundesamts erfasst Grundschulen nach Schuljahr und Bundesland. Für einen Ländervergleich sind deshalb die Länderzahlen aus den Destatis-Tabellen die direkte Grundlage. Als Referenzwert dient Bayern: Im Schuljahr 2023/2024 gab es dort 2.420 Grundschulen, bei insgesamt 15.531 in Deutschland (Statista, Aufbereitung von Destatis-Daten, 2024).
Daraus ergibt sich ein Anteil Bayerns von rund 15,6 Prozent (2.420 geteilt durch 15.531, eigene Berechnung). Die absolute Zahl sagt jedoch wenig über die Versorgung aus, weil Länder unterschiedlich viele Einwohner haben. Erst das Verhältnis zur Einwohnerzahl macht Länder vergleichbar.
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Grundschulen Deutschland, Schuljahr 2023/2024 | 15.531 | Statista nach Destatis |
| Grundschulen Bayern, Schuljahr 2023/2024 | 2.420 | Statista nach Destatis |
| Anteil Bayerns an allen Grundschulen | rund 15,6 % | eigene Berechnung |
So lässt sich die Schulzahl je Land einordnen:
- Die Länderzahlen der Tabellen 21111-0002 oder 21111-0011 für das gewünschte Schuljahr übernehmen.
- Die Einwohnerzahl jedes Landes zum gleichen Stichtag aus einer amtlichen Bevölkerungsstatistik übernehmen.
- Die Schulzahl durch die Einwohnerzahl teilen und auf 10.000 Einwohner hochrechnen.
- Die Ergebnisse nach diesem Wert sortieren, nicht nach der absoluten Schulzahl.
Warum gibt es keinen einheitlichen Ortsteil-Vergleich?
Wer Grundschulen in dichten Ortsteilen vergleichen will, findet kein bundesweites Register, das Schulen, Schülerzahlen und Einzugsbereiche auf Ortsteil-Ebene einheitlich ausweist. Die Lücke hat drei Ursachen, die jeweils eine eigene Zuständigkeit betreffen.
| Ebene | Zuständig | Folge für den Ortsteil-Vergleich |
|---|---|---|
| Schulrecht und Schulform | Bundesländer | Erhebungsmerkmale und Gliederungen unterscheiden sich je Land |
| Schulstatistik | Statistisches Bundesamt, nach Schuljahr und Bundesland | GENESIS-Tabellen 21111-0002 und 21111-0011 sind nicht auf Ortsteil-Ebene aufgeschlüsselt |
| Schulträger (Bau, Unterhalt, Standort) | Gemeinden, Kreise oder Städte | Standorte folgen Verwaltungsgrenzen, nicht den Ortsteilgrenzen aus Statistik oder Portalen |
Bildungshoheit der Länder: Schulrecht ist Ländersache. Jedes Bundesland legt fest, welche Daten erhoben werden und in welcher Gliederung. Ein Vergleich über Landesgrenzen hinweg setzt deshalb voraus, dass Begriffe und Erhebungsstichtage übereinstimmen, was nicht automatisch der Fall ist.
Statistische Aggregation: Die Bundesstatistik liefert Gesamtzahlen je Schuljahr und Land.
Schulträgerstruktur: Der Schulträger bestimmt Standort und Ausstattung. Seine Planung folgt eigenen Verwaltungsgrenzen. Ein Ortsteil kann deshalb von Schulen mehrerer Träger oder Gemeinden versorgt werden, und eine Statistik auf Gemeindeebene bildet dies nicht ab.
Praktisch heißt das: Für einen belastbaren Ortsteil-Vergleich müssen Schulstandorte einzeln den Ortsteilen zugeordnet und der jeweilige Schulträger ermittelt werden. Diese Zuordnung ist Handarbeit.
Welche Daten gibt es auf Gemeinde- und Schulebene?
Unterhalb der Landesebene stehen Schuldaten aus drei Quellenarten zur Verfügung, die sich für eigene Vergleiche unterschiedlich gut eignen. Die bundesweite Schulstatistik des Statistischen Bundesamts ist nach Schuljahr und Bundesland aufgeschlüsselt, etwa in den GENESIS-Tabellen 21111-0002 und 21111-0011. Sie dienen deshalb als Rahmen für den Gesamtüberblick, nicht als Grundlage für Ortsteil-Vergleiche.
Auf Standortebene greifen Vergleiche auf die Schulverzeichnisse der Länder zurück. Sie führen Adresse und Träger jeder Schule. Die Organisation ist von Land zu Land unterschiedlich, daher lohnt sich vor dem Download ein Blick auf das Angebot des jeweiligen Landes. Der Träger ist für Vergleiche relevant, weil er für die Zuordnung der Schulen zu Gemeinden und Kreisen wichtig ist.
Bevölkerungsdaten lassen sich über den amtlichen Gemeindeschlüssel (AGS) mit Schulstandorten verknüpfen. Gemeindestatistiken liefern Einwohnerzahlen nach Gemeinde. Über den Schlüssel werden Schul- und Bevölkerungsdaten zusammengeführt, ohne Ortsnamen abgleichen zu müssen, die in Schreibweise oder Zuschnitt abweichen können.
Für Kartenvergleiche werden die Schuladressen geocodiert, also in Koordinaten umgewandelt. Erst danach lassen sich Schulstandorte auf einer Karte je Ortsteil darstellen und mit Wohnlagen abgleichen. Die Entfernungsfrage selbst wird im Abschnitt zum Schulweg behandelt.
| Datenquelle | Räumliche Ebene | Eignung für eigene Vergleiche |
|---|---|---|
| GENESIS-Tabellen der Schulstatistik (Destatis) | Bund, Bundesland, Schuljahr | Gesamtüberblick |
| Schulverzeichnisse der Länder | Einzelschule mit Adresse und Träger | Basis für Standortlisten und Geocodierung |
| Gemeindestatistiken nach AGS | Gemeinde | Verknüpfung mit Einwohnerdaten |

Schulweg und Einzugsgebiet
Ob ein Wohnort zu einer bestimmten Grundschule gehört, entscheidet das Schuleinzugsgebiet und nicht die Luftlinie. Es wird je nach Gemeinde und Bundesland kommunal oder landesrechtlich festgelegt. Wer Ortsteile vergleicht, muss deshalb zuerst klären, welcher Schulbezirk für die jeweilige Adresse gilt. Zwei Häuser mit gleicher Entfernung zur Schule können verschiedenen Einzugsgebieten angehören.
Die zumutbare Schulwegdistanz ist ebenfalls landesspezifisch geregelt. Die Vorgaben unterscheiden sich in ihren Schwellenwerten und darin, ob der Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr gerechnet wird. Konkrete Meterangaben sollten nicht aus Vergleichsportalen übernommen, sondern im jeweiligen Landesschulgesetz oder in der Schulsatzung der Gemeinde nachgeschlagen werden.
Bei der freien Schulwahl können Eltern in vielen Fällen eine Schule außerhalb des zugewiesenen Bezirks wählen, sofern Plätze verfügbar sind. Der tatsächliche Schulweg hängt dann von Angebot, Kapazitäten und Anmeldeverfahren ab, nicht allein vom Wohnort. Für den Vergleich gilt: Die formale Zuordnung beschreibt den Anspruch, die tatsächliche Schulwahl beschreibt die Realität.
| Schritt | Prüfung | Zuständige Stelle |
|---|---|---|
| 1 | Schulbezirk der konkreten Adresse ermitteln | Gemeinde oder Schulamt |
| 2 | Zumutbare Distanz im Landesschulrecht nachlesen | Landesschulgesetz, Schulsatzung |
| 3 | Freie Wahl und Anmeldeverfahren klären | Gemeinde, Schulleitung |
Stadt und Land: Wo sind die Wege kürzer?
Als Vergleichsmaß dient die Schuldichte: die Anzahl der Grundschulen geteilt durch die Fläche des betrachteten Raums in Quadratkilometern. Ein Ortsteil mit 4 Grundschulen auf 10 km² hat also eine Dichte von 0,4 Schulen je km².
Die Schuldichte ist nur ein Durchschnitt. Entscheidend für den Schulweg ist die tatsächliche Strecke vom Wohnort zur nächstgelegenen Grundschule, und die kann auch bei hoher Dichte lang sein, wenn Schulen am Stadtrand konzentriert liegen.
Wegzeiten: dichte Städte gegenüber ländlichen Räumen
- Städte mit hoher Dichte: Hier ist zu erwarten, dass mehrere Grundschulen erreichbar sind. Ob das zutrifft, zeigt erst die Routing-Distanz je Adresse.
- Ländliche Räume mit niedriger Dichte: häufig nur ein Standort je Ortsteil oder Gemeinde, längere Strecken, Schulweg oft nur mit Bus oder Auto machbar.
Für einen belastbaren Vergleich wird pro Adresse die Routing-Distanz zur nächstgelegenen Grundschule berechnet, getrennt nach Verkehrsmittel. Mittelwerte über ganze Kreise verdecken die Unterschiede, deshalb lohnt sich der Blick auf Medianwerte und Ausreißer.
Schulbus und Fahrzeit im ländlichen Kreis
Im ländlichen Raum ist der Schulbus oft der entscheidende Faktor. Die Schulbusfahrzeit sollte nicht nur die Fahrt selbst erfassen, sondern auch Wartezeit und Umstiege.
| Prüfkriterium | Dichte Stadt | Ländlicher Kreis |
|---|---|---|
| Hauptverkehrsmittel | Zu Fuß, Rad, ÖPNV | Schulbus, Elterntaxi |
| Schulstandorte je Ortsteil | Mehrere möglich | Oft nur einer |
| Zu erfassende Zeit | Gehzeit | Fahrt, Wartezeit, Umstieg |
Grundschulen als Faktor bei der Wohnortwahl?
Ob die Nähe zu einer Grundschule Wohnortentscheidungen und Immobilienpreise tatsächlich beeinflusst, lässt sich mit den verfügbaren Bundesdaten nicht direkt beantworten. Ein Vergleich auf Ortsteilebene braucht deshalb eigene Zuordnungen von Schulstandorten zu Kaufpreisen.
Ausgangslage: Schulzahlen
| Kennzahl | Wert | Bezug |
|---|---|---|
| Grundschulen in Deutschland | 15.531 | Schuljahr 2023/2024 |
| Davon in Bayern | 2.420 | Schuljahr 2023/2024 |
| Schüler an allgemeinbildenden Schulen | 8,9 Mio. | ohne Schuljahresangabe |
| Einschulungen | 829.657 | ohne Schuljahresangabe |
Für Ortsteilvergleiche eignen sich diese Werte daher nur als Rahmen.
Schulnähe als Vergleichskriterium
Bei Familien steht die Schule oft auf der Liste der Wohnkriterien. Im Vergleich wird das als eigene Variable geführt: die Entfernung in Metern vom Immobilienstandort zur nächstgelegenen Grundschule. Diese Variable ist messbar und lässt sich für jeden Ortsteil gleich berechnen. Die Qualität einer Schule bleibt dabei außen vor, weil sie in den genutzten Daten nicht enthalten ist.
Kaufpreise im Umfeld von Grundschulen vergleichen
Der Vergleich folgt festen Schritten:
- Standorte erfassen: Alle Grundschulstandorte der Vergleichsorte als Punkte im Kartenmaterial anlegen.
- Transaktionen zuordnen: Kaufpreise je Quadratmeter Wohnfläche mit Koordinaten versehen und den Schulen nach einheitlichen Radien in Metern zuordnen. Für alle Orte muss derselbe Radius gelten.
- Objekte vergleichen: Nur Wohnungen gleichen Typs, Baujahrs und ähnlicher Größe gegenüberstellen. Sonst bestimmt die Objektstruktur das Ergebnis.
- Lage kontrollieren: Zentrumsnähe und Stadtteil getrennt auswerten, damit ein Schulstandort nicht stellvertretend für eine bessere Wohnlage steht.
Vorsicht bei der Korrelation
Schulnähe und höhere Quadratmeterpreise treten häufig gemeinsam auf, weil beide mit Wohnlage, Infrastruktur und Einkommensstruktur zusammenhängen. Ein Preisunterschied rund um eine Grundschule ist deshalb noch kein Beleg dafür, dass die Schule den Preis verursacht.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Grundschulen gibt es in Deutschland und für welchen Zeitraum gilt die Zahl?
Im Schuljahr 2023/2024 gab es bundesweit 15.531 Grundschulen, davon 2.420 in Bayern. Die Angabe bezieht sich ausschließlich auf dieses Schuljahr, weil sich der Bestand danach verändern kann.
Nimmt die Zahl der Grundschulen ab?
Laut der vorliegenden Datenbasis ist die Anzahl in den letzten Jahren insgesamt gesunken. Ein genaues Ausmaß lässt sich nicht beziffern, weil Vorjahreswerte und Prozentangaben fehlen.
Lassen sich Grundschulen auch nach Ortsteil vergleichen?
Nein, die Destatis-Tabellen wie GENESIS 21111-0002 und 21111-0011 sind nicht auf Ortsteil-Ebene aufgeschlüsselt, sondern liefern Werte nach Schuljahr und Bundesland. Für kleinräumige Vergleiche werden deshalb zusätzliche Quellen auf kommunaler Ebene benötigt.